Neuerscheinung: Ist die Bibel Gottes Wort? - Gründe für die Glaub- und Vertrauenswürdigkeit der Heiligen Schrift

Mein neustes Buch zum Thema “Ist die Bibel Gottes Wort? - Gründe für die Glaub- und Vertrauenswürdigkeit der Heiligen Schrift“ wurde gestern veröffentlicht und kann ab sofort über den Buchhandel (vor Ort oder im Internet) bezogen werden. Hier die Kurzbeschreibung (Klappentext): „Über 1.700 Jahre bestand in den christlichen Kirchen - trotz aller Unterschiede - Einigkeit darüber, dass die Bibel Gottes Wort ist. Während der letzten 250 Jahre wurde diese Auffassung immer mehr in Zweifel gezogen. Trotz aller vorgebrachten Einwände gibt es gute Gründe dafür, weiterhin an der Glaub- und Vertrauenswürdigkeit der Heiligen Schrift festzuhalten - und daran, dass sie wirklich Gottes Wort ist.“

Das Buch gibt bewusst eine kurze und komprimierte Einführung in die Thematik - mit entsprechenden Literaturhinweisen für Leser/innen, die sich intensiver damit beschäftigen möchten.

 

Die Print-Ausgabe hat 60 Seiten, kostet Euro 3,99 (inkl. MwSt.) und wird international im Buchhandel verfügbar sein. In manchen Online-Shops ist es bereits gelistet und bestellbar (weitere Infos dazu finden Sie auf der Seite zum Buch); im BoD Buchshop ist auch eine Leseprobe verfügbar.

 

Eine eBook-Ausgabe wird in Kürze erscheinen (für Kindle, iTunes, etc.) und für 4 Wochen zum Sonderpreis von Euro 1,99 (inkl. MwSt.) erhältlich sein; danach gilt der reguläre Verkaufspreis von Euro 2,99 (inkl. MwSt.).

 

Es sind nie „Kulturen“, die miteinander kommunizieren…

Es sind nie „Kulturen“, die miteinander kommunizieren, sondern immer einzelne Menschen, die ihre ganz persönliche und individuelle kulturelle Prägung haben. Darum ist auch das Aufeinandertreffen von zwei Menschen immer ein einzigartiges Ereignis!“

 

 

Jürgen H. Schmidt (Basics interkultureller Kommunikation, S.104)

Menschen aus anderen Kulturen begegnen und verstehen lernen

Am 11. April 2019 werde ich im Rahmen eines Vortragsabends des Timotheus-Dienst e.V. in Hardt über das Thema "Menschen aus anderen Kulturen begegnen und verstehen lernen" sprechen und eine kurze Einführung in die interkulturelle Kommunikation geben. 

Interkulturelle Begegnungen sind etwas sehr Spannendes und Bereicherndes, können aber mitunter auch irritierend und frustrierend sein. “Kulturelle Filter“ beeinflussen unsere Wahrnehmung; kulturelle Unterschiede, insbesondere andere Werte und Prioritäten, sowie unterschiedliche Kommunikationsstile erschweren das gegenseitige Verständnis.

Die Kenntnis der Grundlagen interkultureller Kommunikation hilft dabei, Unterschiede zwischen Kulturen zu verstehen und einzuordnen. Sie trägt zu einer besseren Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen bei.

Herzliche Einladung! - Donnerstag, 11. April 2019 um 20:00h im Bürger- und Vereinshaus (Erkerzimmer) in Hardt.

Eintritt frei - freiwillige Spenden erbeten.

 

Eine Definition von „Kultur“

«Der Ethnologe Lothar Käser definiert Kultur so: „Kulturen sind Strategien zur Daseinsbewältigung“. Bei dieser Definition steht die Gestaltung des Lebens und Überlebens des Menschen im Vordergrund. Überall da, wo Menschen zusammenleben, brauchen sie gewisse Regeln, die das Miteinander ordnen und das Verhalten des anderen in gewisser Weise kalkulierbar und vorhersehbar machen. Damit verbunden ist eine ethische Dimension; jede Kultur entwickelt gewisse Werte, die zur Bewertung des Verhaltens und zur Unterscheidung von „gut und böse“ herangezogen werden.»

Jürgen H. Schmidt: Basics interkultureller Kommunikation, S. 34

¿Qué es cultura?

“El etnólogo Lothar Käser define cultura de la siguiente manera: “Culturas son estrategias para hacer frente a la existencia”. Esta definición enfatiza la tarea del hombre, de superar su vida y su supervivencia. En cualquier lugar, donde los hombres viven juntos, se necesitan ciertas reglas que regulen la convivencia. Además, estas reglas causan, que la conducta del otro llegue a ser de alguna manera calculable y previsible. Esto implica una dimensión ética; cada cultura desarrolla ciertos valores que sirven para evaluar la conducta y para distinguir entre “el bien y el mal”. Otro aspecto es, que el hombre vive en cierto entorno concreto, y no en un vacío. Y especialmente el entorno del hombre conlleva ciertos desafíos, que tienen que ser superados, si se quiere vivir y sobrevivir en él. Por eso, el entorno natural, o sea, el medio ambiente, decide en gran manera respecto al desarrollo y la cultura de un pueblo. Käser indica que hay ocho diferentes tipos de medio ambiente, que han contribuido significativamente al desarrollo de diferentes culturas como estrategias para hacer frente a la existencia: 1) selva tropical, 2) áreas pastizales (estepa, pradera, sabana), 3) las tierras desérticas (desiertos), 4) las zonas del bosque o matorral mediterráneo, 5) las zonas del bosque mixto de la zona templada, 6) las zonas del bosque subártico, 7) las zonas polares, 8) las cordilleras.

Lo que es considerado como una estrategia adecuada para hacer frente a la existencia, puede ser muy diferente, según el medio ambiente.”

Jürgen H. Schmidt: La Comunicación Intercultural, pág 29s

Integration

„Wenn man also in einem anderen Kulturkreis für längere Zeit lebt, dann ist man auch gefordert, die Kultur des Gastlandes kennenzulernen und sich in gewisser Weise zu integrieren. Dies geschieht indem man die Sprache erlernt, denn sie ist die Grundlage, um einen guten Zugang zur Kultur zu erhalten. Mit dazu gehört die Anpassung an die Gepflogenheiten des Landes, das Pflegen von Beziehungen mit Einheimischen und das Vermeiden von allem, was unnötig Anstoß erregt. Integration bedeutet jedoch nicht seine eigene kulturelle Identität aufzugeben, denn das wäre Assimilation. Integration erfolgt, indem man sich bewusst in das neue Lebensumfeld einfügt und positive Beziehungen zu den Angehörigen des Gastlandes pflegt, obwohl man eine andere kulturelle Identität hat und diese beibehält. Dabei geschieht es sehr wohl, dass diese kulturelle Identität durch den Kontakt mit der anderen Kultur verändert und bereichert wird.“ Jürgen H. Schmidt: Basics interkultureller Kommunikation, S.131f.

Integración

«… si uno está viviendo por una temporada más larga en el extranjero, también es necesario conocer la cultura del país anfitrión e integrarse de cierta manera. Esto se logra aprendiendo el idioma, porque es el fundamento, para tener un buen acceso a la cultura. También incluye adaptarse a los hábitos del país, cultivar amistades con los lugareños, y evitar todo lo que ofende innecesariamente a la gente. Pero la integración no significa dejar por completo su propia identidad cultural, eso sería asimilación. La integración ocurre al adaptarse conscientemente al nuevo ambiente de vida, y al cultivar relaciones positivas con los miembros del país anfitrión, aunque se tiene y mantiene otra identidad cultural. Pero lo que sí ocurre, es que la propia identidad cultural es modificada y enriquecida por el contacto con la otra cultura.» Jürgen H. Schmidt: La Comunicación Intercultural, pág. 104s

Der Umgang mit Zeit und Höflichkeit

„Bei der Beschreibung der wichtigsten Eigenschaften zeit- und erlebnisorientierter Kulturen wurde sicher deutlich, dass in der Begegnung dieser beiden Werte ein erhebliches Konfliktpotenzial vorhanden ist. Ich habe versucht noch etwas anderes hervorzuheben, was aber angesichts der Unterschiede leicht unterzugehen droht: In beiden Fällen spielt höfliches Verhalten eine wichtige Rolle! Nur, was jeweils als höflich empfunden wird, basiert auf unterschiedlichen Prioritäten. Eine Konsequenz davon ist, dass das Verhalten des anderen in der interkulturellen Begegnung falsch interpretiert werden kann.

  • In zeitorientierten Kulturen hat die Person, mit der man verabredet ist, Priorität. Es wäre unhöflich, sie warten zu lassen. Ist man gerade im Gespräch mit jemandem, dann hat diese Person Verständnis dafür, dass man das laufende Gespräch ggf. abbrechen muss, um rechtzeitig zu einer Verabredung zu kommen.
  • In erlebnisorientierten Kulturen hat die Person, mit der man gerade redet, Priorität. Es wäre unhöflich, das Gespräch vorzeitig abzubrechen. Kommt man zu spät zu einer Verabredung, dann hat die andere Person Verständnis dafür, weil man ja noch im Gespräch mit jemandem war.“

Jürgen H. Schmidt: Basics interkultureller Kommunikation, S.58f

El uso del tiempo y la cortesía

«La descripción de las propiedades más importantes de las culturas con orientación al tiempo y con orientación a acontecimientos ha dejado en claro, que el encuentro de estos dos valores implica un considerable potencial de conflicto. Además he procurado dar énfasis en algo más, que está en el peligro de perderse frente a las grandes diferencias: ¡En ambos casos, actuar con cortesía juega un papel importante! Pero, la sensación de lo que es cortesía, se basa en prioridades diferentes. La consecuencia es por tanto, que puede ocurrir una interpretación errónea de la conducta de la otra persona en el encuentro intercultural.

  • En las culturas con orientación al tiempo, la persona, con la cual se tiene una cita, tiene preferencia. Sería descortés dejarla esperar. Si se está conversando con alguien, el interlocutor comprende que se tiene que terminar la conversación en curso para poder llegar a tiempo a la cita.
  • En las culturas con orientación a los acontecimientos, la persona, con la cual se está conversando, tiene prioridad. Sería descortés cortar la conversación. Si se llega tarde a una cita, se puede contar con la comprensión del otro, porque se estaba conversando todavía con alguien.»

Jürgen H. Schmidt: La Comunicación Intercultural, pág 48s.

Die richtige Einstellung

„Vielleicht haben Sie sich gewundert, dass ich diesen Abschnitt mit „Die richtige Einstellung“ überschrieben, bisher aber sehr stark das Wissen betont habe? Sich Wissen über andere Kulturen aneignen zu wollen ist auch eine Frage der Einstellung – insbesondere, wenn es um ein tieferes Verständnis geht. Wenn man wirklich ein tieferes und breiteres Verständnis für eine fremde Kultur erlangen will, dann bedingt das die Bereitschaft zu einem kontinuierlichen, beständigen Kulturstudium. Leider bleiben viele, die sich in einem anderen Land niederlassen oder für eine gewisse Zeit dort leben, an einem gewissen Punkt stehen und gehen davon aus, dass sie nun genügend über die Kultur Bescheid wüssten, oft ohne zu merken, dass sie nur ein bisschen an der Oberfläche gekratzt haben. Wissen und lernen zu wollen, und lernbereit zu bleiben, das ist Einstellungssache. Bewusstes Beobachten, Zuhören, Nachfragen und Nachdenken gehören zu den Grundbestandteilen einer guten Strategie, um eine andere Kultur kennenzulernen und sich dadurch auch für die interkulturelle Kommunikation zuzurüsten. Dieser Ansatz folgt einem sogenannten „kognitiven“ Weg, d.h., er betrifft vor allem den Kopf, eben das Wissen. Damit komme ich zu einem weiteren Aspekt, der die Einstellung betrifft und mindestens genauso wichtig ist. Dabei geht es um unser Herz. All unser Wissen hilft uns nicht wirklich weiter, wenn wir in unserem Herzen eine falsche Einstellung gegenüber anderen Menschen hegen.“

Jürgen H. Schmidt: Basics interkultureller Kommunikation, S. 126f

La actitud correcta

“Quizás Usted este sorprendido de que éste párrafo lleva el título “La actitud correcta”, pero hasta ahora he puesto más énfasis en el conocimiento. Querer adquirir conocimientos sobre otras culturas también es una cuestión de la actitud – especialmente si se trata de una comprensión más profunda. Si uno quiere adquirir realmente una comprensión más plena y más amplia de una cultura extranjera, la disposición de estudiar la cultura continuamente y perseverantemente, es indispensable. Lamentablemente, muchos de los que se mudan al extranjero o que viven por cierto tiempo en otro país, se detienen cuando han llegado a cierto punto, pensando que ya saben suficiente sobre la otra cultura, sin darse cuenta de que sus conocimientos son superficiales, porque tienen que ver mayormente con la capa exterior de la cultura. Querer aprender y saber, y permanecer dispuestos a aprender, es un asunto de la actitud. Observar conscientemente, escuchar, hacer preguntas y reflexionar forman parte de una buena estrategia, para llegar a conocer la otra cultura y también para capacitarse en la comunicación intercultural. Este enfoque es “cognitivo”, es decir, tiene que ver principalmente con la mente, específicamente con los conocimientos. Con esto estoy llegando a otro aspecto, que también tiene que ver con la actitud, y que no es menos importante. Se trata de nuestro corazón. En realidad, todos nuestros conocimientos no nos sirven, si estamos guardando en nuestro corazón una actitud incorrecta hacia el otro.“

Jürgen H. Schmidt: La Comunicación Intercultural, pág. 99s

Basics interkultureller Kommunikation